Die Narew
Die Narew ist an der Einmuendung der Narewka ca. 8 m breit. Der Fluss hat hier einen sehr naturnahen Charakter und ist deshalb reich an Maeandern. Wuerden wir uns nach rechts entgegen der Stroemung wenden, wuerden wir nach 11,7 km die Staumauer des Stausees "Siemanowka" erreichen. Die folgende Beschreibung ist die Fortsetzung der Kanuroute auf der Narewka..
- 28,3 km – wir kommen zu einem in einer Flussbiegung am linken Ufer gelegenen verlassenen Ferienobjekt in der Naehe des Dorfes Rybaki (ein hoelzerner Bootshangar ist am Ufer sichtbar). Dieser Platz eignet sich gut zum biwakieren und zur Uebernachtung nach dem ersten Paddeltag. In der Naehe befindet sich ein Wald.
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40,0 km – wir queren die Strassenbruecke der Strecke Bialystok-Hajnowka.
Kurz dahinter befindet sich ein guter Rastplatz und die Moeglichkeit zum Besuch der
Ortschaft Narew, wo man einkaufen und essen kann. Hier befindet sich auch eine sehr
schoene orthodoxe Kirche, deren Besuch sich lohnt.
- 51,4 km – wir halten unbedingt am rechten Ufer in der Naehe des Dorfes Puchly, um die wunderschoene orthodoxe Kirche zu besichtigen - die schoenste waehrend der gesamten Tour. Waehrend der Weiterfahrt passieren wir auf der rechten Seite das Dorf Cieluszki.
- 62,0 km – wir erreichen die Ortschaft Kozliki. Auf der Anhoehe am linken Ufer sehen wir eine kleine Waldkirche, kurz dahinter eine Windmuehle. In der Naehe der Windmuehle kann man auf einem sehr schoenen Biwakplatz uebernachten und so den zweiten Paddeltag beschließen.
- 70,8 km – wir erreichen die denkmalgeschuetzte Bruecke auf der Strecke Bialystok-Lublin. Unterwegs passieren wir das am rechten Ufer gelegene Dorf Kaniuki, etwas weiter am linken Ufer die Ferienzentren in Ploski. Unter der Bruecke kann man rasten und in die ca. 500 m links der Bruecke befindlichen Raststaette "Zagloba" einkehren.
- 79,3 km – wir erreichen das am rechten Ufer gelegene Dorf Kozany, wo wir die Besichtigung der orthodoxen Kirche empfehlen.
- 86,7 km – Straßenbruecke in der Naehe der Ortschaft Doktorce, wo sich einige Erholungszentren, ein Geschaeft und auch ein Sandstrand befinden. Auf dem Gelaende der Pfadfinder (ZHP) oder in dessen Naehe kann man uebernachten und so den dritten Tag beschließen.
- 96,0 km - wir erreichen das Dorf Zawyki, nachdem wir zunaechst die malerisch gelegenen Ortschaften Samulki Male und Samulki Duze (hier kann man ein Geschaeft aufsuchen) passiert haben. In Zawyki wird der Fluss bedeutend breiter. Beim Ueberqueren einer Fort aus Betonplatten am Beginn des Dorfes ist Vorsicht geboten. Im Dorf koennen wir rasten und die noetigsten Einkaeufe im nahen Geschaeft erledigen.
- 104,1 km - wir fahren durch die Bruecke in Suraz und 500 m flussabwaerts beginnt der Narew-Nationalpark. Unmittelbar hinter der Bruecke rechts kann man rasten und im Geschaeft direkt am Ufer einkaufen. Es empfiehlt sich der Besuch des nahe gelegenen privaten archaeologischen Museums. Ca. 400 m hinter der Grenze des Nationalparks auf dem Steilufer links befindet sich ein privater Biwakplatz mit 3 Campinghuetten, wo man Eintrittskarten fuer den 3-taegigen Aufenthalt im Nationalpark sowie Informationsmaterial erwerben kann. Die Narew im Narew-Nationalpark ist das einzige in Europa erhaltene Binnendelta eines sog. anastomisierenden Flusses. Aufgrund der hohen Zahl von Verzweigungen und Sackgassen sollte man evtl. einen ortskundigen Fuehrer engagieren oder zumindest eine verlaessliche Karte, die Sie bei Ihrem Kanuverleiher erweben koennen, benutzen.
- 112,9 km – wir erreichen das Strandbad von OKF in Uhowo, wo wir uebernachten und den vierten Paddeltag beschließen koennen. Man kann auch ein Ferienzimmer in dem am Ufer gelegenen Gebaeude buchen. Beim Ausgang des Strandbades befindet sich ein Geschaeft. Wir empfehlen den Besuch des nahe gelegenen Kulturhauses, in dem sich eine Kunstgalerie zur Narew befindet. Nach ca. 600 m erreichen wir die doppelte Straßen- und Eisenbahnbruecke. Weiter entlang des Dorfes erreichen wir nach ca. 1,5 km ein Kiefernwaeldchen, wo man eine guten Platz zum rasten und Feuer machen findet. Flussabwaerts ist das Flusstal ueberwiegend von Schilfroehrichten bewachsen - diesen urwuechsigen Charakter werden die Ufer des Flusses, mit einigen Ausnahmen, bis zum Ende des Narew-Nationalparks behalten.
- 117,8 km – wir erreichen einen mit Eschen bewachsenen Hain inmitten von Feldern und Wiesen - ein guter Platz zum Ausruhen, von den Einheimischen "Einsiedlerhuette" genannt.
- 121,1 km - vor der steinernen Staustufe in Bokiny koennen wir halten und das 100 m entfernte Geschaeft sowie eine einfache Bar besuchen. Schon vor dem Dorf aber auch auf seiner gesamten Laenge sehen wir eine große Zahl von Verzweigungen und Buchten. Einige koenne wir durchfahren und so die Strecke abwechslungsreicher gestalten - man sollte jedoch darauf achten, dass in den Nebenarmen eine Stroemung erkennbar ist - sonst landet man schnell in einer Sackgasse. Das Flussbett entlang des Dorfes ist steinig und voller Untiefen - man sollte sehr genau auf die Route achten, um nicht das Boot zu beschaedigen. Nach ca. 2,8 km passieren wir die Straßenbruecke Wysokie Mazowieckie-Bialystok, hinter der wir auf der linken Seite ein Mischfutterwerk sehen.
- 125,1 km – wir erreichen das Dorf Topilec. Wir paddeln weiter auf dem Hauptstrom und treffen auf zwei Inseln, die man rechst passieren sollte, sonst verpasst man einen sehr schoenen Rastplatz - eine Wiese am rechten Flussufer, kurz vor einer kleinen steinernen Staustufe. Feuerholz ist hier leicht zu finden. Bei hohen Wasserstaenden ist dies eine Insel, bei geringerem Wasser kann man auf einem 700 m langen Pfad Topilec erreichen und die orthodoxe Kirche besuchen.
- 129,0 km – wir erreichen Topilec-Kolonie und den am rechten Ufer hinter dem Dorf gelegenen Biwakplatz des Narew-Nationalparks. Dieser ist mit einfachen Tischen und Baenken sowie einer kleinen Aussichtsplattform ausgestattet. Hier beenden wir den fuenften tag unserer Paddeltour. Am Beginn des sechsten Tages passieren wir den Ort Izbiszcze, der an einem Nebenarm am rechten Flussufer gelegen ist. Der Ort ist jedoch schwer zu finden, da der Hauptstrom etwa 500 m entfernt verlaeuft. Es gibt jedoch zahlreiche rechts abgehende Nebengerinne, ueber die man zu dem Ort und dem dort befindlichen Laden gelangen kann. Einige davon koennen jedoch insbesondere im Juli und August sehr schmal oder voellig zugewachsen sein.
- 135,7 km – wir erreichen das am linken Ufer gelegene Waniewo. Es gibt hier eine Staustufe, an der umgetragen werden muss. In der Naehe der Badstelle befindet sich eine kleine Bar. Auf Hoehe Waniewo bildet der Fluss zahlreiche Buchten, Seitenarme und Aufweitungen.
- 139,3 km - wir erreichen das am linken Ufer stehende Hinweisschild "Kurowo". Hie biegen wir links ab und verlassen fuer 1,8, km den Hauptstrom, um den Sitz der Nationalpark-Verwaltung zu besuchen. Diese befindet sich in einem historischen Herrenhaus mit schoenem Park, die besichtigt werden koennen. Weiterhin gibt es eine Aussichtsplattform und einen Naturlehrpfad. Ca. 700 m nach Verlassen des Hauptstroms erreichen wir die Anlegestelle in Kurowo. Um nach dem Besuch wieder zum Hauptstrom zu gelangen, muss man sich vom Steg weg links halten und nach 500m in eine breiten Seitenarm nach rechts einbiegen, der uns nach 600 m nahe dem zweiten Hinweisschild "Kurowo" wieder zum Hauptstrom bringt, der hier schon schmaler ist als vorher.
- 142,5 km – wir erreiche eine Aufweitung, von der aus wir eine Brueckenkopf der zerstoerten Bruecke erkennen koennen, die hier vor dem zweiten Weltkrieg auf der Strecke Bialystok - Jezewo existierte. Rechts sehen wir eine sandige Insel, wo man baden kann. Das naechste Dorf am linken Ufer ist Radule.
- 146,2 km - nachdem wir ein einsames Gehoeft hinter Radule passiert haben, erreichen wir eine Staustufe, den sogenannten Muehlenstau, die wir ohne Schwierigkeiten durchpaddeln koennen. Nun fahren wir in den kuenstlich verbreiterten Abschnitt der Narew ein, der im Zuge von Regulierungsarbeiten entstand.
- 148,8 km - wir erreichen einen Abzweig nach links, der vor den Regulierungsarbeiten den Hauptstrom darstellte. Wir fahre hier ein und wenden uns nach 50 m nach rechts.
- 150,6 km - wir erreichen einen Bauernhof mit Ferienzimmern (Agroturystyka) in Rzedzany, wo wir den sechsten tag unserer Fahrt beschließen. Wenn wir weiter diesem Flusslauf folgen, kommen wir nach 4 km wieder zum kuenstlichen Hauptlauf der Narew. So umgehen wir ein erstes Wehr bei Rzedzany.
Diesem kanalisierten Hauptlauf folgend erreicht nach 51 km den Ort Wizna, wo die Biebrza in die Narew muendet. Fuer diese Strecke sollte man zwei Tage einplanen und bei Tykocin uebernachten. Dabei muss man aber mehrere Wehre umtragen, die sich bei folgenden Ortschaften befinden: Babino, Zlotoria, Gora, Tykocin, und Stekowa Gora.


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