Die Sokołda
Die Sokołda ist ein stark mäandrierender Fluss mit unterschiedlicher Breite zwischen 3 und 15 m. Sie ist nicht sehr tief, ca. 0,5 bis 1,5 m. Im Fluss befinden sich einige Stauanlagen, davon eine feste bei der stillgelegten Mühle in Międzyrzecz. Ein Umtragen des Bootes kann auch an den temporären Stauanlagen in Straża, Sokołda, Łanie und Surażkow notwendig werden. Der Oberlauf der Sokołda ist ziemlich schmal und in der Vegetationszeit recht stark mit Wasserpflanzen bewachsen.
Unterwegs ist die Besichtigung des Arboretums in der Ortschaft Kopna Góra lohnenswert. Es hat den Charakter eines Landschaftsparks und beherbergt etwa 500 Baum- und Straucharten. Das Arboretum ist auch ein geschichtsträchtiger Ort. Auf den Wiesen an der Sokołda fand eine Schlacht während des Januar-Aufstandes (1863 Aufstand gegen die Teilungsmächte Polens, hier Russland) statt. Unter den heute als Naturdenkmal geschützten Eichen des Arboretums fielen zahlreiche Aufständische.
Die Paddeltour auf der Sokołda ist relativ kurz und stellt eine gute Ergänzung zur Tour auf der Supraśl dar.
- 0,0 km - wir beginnen die Tour am besten in der Nähe der Ortschaft Straż. Etwa 200 m unterhalb der Brücke auf der Strecke Białystok - Kuznica Białostocka befindet sich ein Stau, wo man das Boot zu Wasser lassen kann. Der Fluss fließt hier durch weite Wiesen und hat eine wechselnde Breite von 4 - 8 m und 1,5 m Tiefe.
- 2,7 km - wir kommen an einem kleinen Steg in der Ortschaft Ostrówek am linken Ufer vorbei. Hier kann man bequem aussteigen.
- 3,0 km - wir unterqueren die recht niedrige Holzbrücke der Zufahrtsstraße nach Ostrówek. Die Breite des Flusses beträgt weiterhin zwischen 3 und 8 m, doch immer öfter kommen schmale Abschnitte mit schnellerer Strömung vor. Die Ufer sind mit Schilf bestanden. Die Sokołda fließt weiter durch Wiesen, der Wald ist 100-200 m vom schlecht zugänglichen Ufer entfernt.
- 5,5 km - wir erreichen einen sehr schönen, am erhöhten rechten Ufer gelegenen Rastplatz. Hier lohnt es sich, eine Badepause einzulegen. Unmittelbar am Ufer wachsen hohe Eichen. Dies ist wohl der schönste Biwakplatz an der Sokołda. Unterhalb wird der Fluss immer vielfältiger, tiefer und breiter, die Wasservegetation geht zurück. Die offenen Wiesen weichen Wäldern. Die Ufer sind überwiegend schwer zugänglich. Die Strömung wird schneller.
- 7,9 km - wir erreichen einen temporären Stau in der Nähe der am linken Ufer gelegenen Ortschaft Dworszyk. Ein Umtragen ist in Abhängigkeit vom Wasserstand notwendig. Das günstigere Ufer dafür ist das rechte. Im Unterwasser ist der Fluss deutlich breiter und weniger mit Wasserpflanzen bewachsen. Das Paddeln geht hier erheblich leichter.
- 8,0 km - Brücke im Zuge der Schotterstraße zwischen Dworzysko und Czarna Białostocka. Am rechten Ufer zwischen Stau und Brücke ein guter Biwakplatz.
- 8,9 km - sehr guter Biwakplatz am linken Ufer in der Nähe einer alten, ausladenden Eiche. Das Ufer ist hoch, der Ausstieg recht bequem. Feuerholz ist gut erreichbar, da der Platz von Wald umgeben ist.
- 9,6 km - ein weiterer temporärer Stau mitten im Wald. Der Stau funktioniert nicht, so ist ein Umtragen nicht notwendig. Es dominieren feuchte Erlenbruchwälder, die bis unmittelbar ans Ufer heran wachsen. Die Ufer sind leicht zugänglich, Feuerholz ist überall vorhanden. Weiter unten biegt die Sokołda nach links ab und entfernt sich vom Wald. Es kommen wieder einige der bekannten Einengungen. Die Landschaft ist sehr abwechslungsreich, die Tiefe des Flusses beträgt mindestens 1,5 m.
- 11,0 km - wir unterqueren eine solide Holzbrücke, die gegenüber der unscheinbaren Straße "auf Zuwachs" gebaut worden zu sein scheint. Die Brücke ist relativ niedrig, so dass bei hohem Wasserstand ein Unterqueren unmöglich sein kann. Die Landschaft öffnet sich wieder mit Mähwiesen zu beiden Seiten. Der Fluss wechselt oft die Breite und bildet Seen und Buchten, die gute Bedingungen zum Angeln bieten. Wir nähern uns der Ortschaft Międzyrzecz, der Fluss ist hier breit, malerisch und am rechten Ufer wächst der Wald bis ans Wasser heran.
- 14,7 km - eine kleine Holzbrücke in der Ortschaft - bei hohem Wasserstand kann das Unterqueren beschwerlich sein.
- 14,8 km - Stau an der stillgelegten Mühle im Ort.
Schon in 100 m Entfernung kann man das Tosen des herabfallenden
Wassers hören. Ein Umtragen ist unvermeidlich, die Strecke beträgt
aber nur ca. 15 m und ist recht einfach. Der Ausstieg ist am besten
am rechten Ufer etwa 20 m vor dem Stau. Hier ist auch ein guter
Rastplatz. Unterhalb des Staues bildet die Sokołda einen großen See,
wo man gut baden kann. Etwa 50 m unterhalb der Staustufe eine hölzerne
Brücke, die man ohne Probleme unterqueren kann. Weiter unterhalb wird
der Fluss wieder deutlich schmaler.
- 15,9 km - wir erreichen einen Holzzaun am linken Ufer, der bis unmittelbar ans Wasser reicht. Die ist die Einfriedung des Arboretums in Kopna Góra. Man sieht dichte Anpflanzungen aus den verschiedensten Baum- und Straucharten. Der Zaun ist recht lang. Um das Arboretum zu besuchen, ist es am günstigsten, an der Straßenbrücke etwa 900 m weiter auszusteigen.
- 16,0 km - alte Brücke auf stillgelegter Bahnstrecke.
- 16,8 km - Straßenbrücke auf der Strecke Białystok - Krynki. Auf der rechten Seite ist das Dorf Podsokołda sichtbar.
- 17,1 km - temporärer Stau. Umtragen in Abhängigkeit vom Wasserstand notwendig. Untehalb des Staues verengt sich die Sokołda stark, manchmal bis auf 2 m Breite, die Strömung wird schwächer. Die Ufervegetation ist sehr stark entwickelt.
- 19,4 km - wir passieren einen Holzsteg in der am linken Ufer gelegenen Ortschaft Podłaznie.
- 21,5 km - eine weitere temporäre Staustufe in
Łaznie - Umtragen in Abhängigkeit vom Wasserstand notwendig.
- 21,9 km - Straßenbrücke unterhalb Łaznie im Zug der Nebenstraße nach Supraśl. Der Fluss wird hier bis zu 15 m breit. Es gibt keine Einengungen mehr wie vorher. Wir nähern uns Surażkow - einem keinen Dorf am rechten Ufer.
- 23,8 km - eine hölzerne Brücke verbindet das Dorf mit einer Laubenkolonie.
- 24,2 km - Stau unterhalb Surażkow. Ein Umtragen am linken Ufer, ca. 3 m weit, ist meist notwendig. Etwa 100 m unterhalb des Staues auf der rechten Seite befindet sich eine sandige Stelle mit bequemem Ausstieg und guten Möglichkeiten für ein Biwak.
- 24,7 km - am linken Ufer Kiefernwald bis ans Wasser heran. Gute Biwakplätze gegenüber einem am rechten Ufer in einiger Entfernung gelegenen Ferienhof. Weiter unten wird der Fluss etwas schmaler.
- 25,7 km - Mündung der Sokołda in die Supraśl.


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